Herzlich Willkommen in der Welt der indischen Geschichten
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Kumbhakarṇṇa Vadham

Aufführungssprache:

Deutsch

 

Nach der Entführung von Königin Sῑtā durch den Dämonenfürsten Rāvaṇa, stellt König Rāma, mit seinen Verbündeten und einer großen Armee von Affen, diesen auf der Insel Lankā zum Kampf. Schnell spürt Rāvaṇa die Überlegenheit des Gegners und lässt seinen Bruder zur Unterstützung holen. Der riesige Kumbhakarṇṇa ist gerade in einer Phase von tiefem Schlaf und weder lautes Brüllen, Schläge mit Keulen, Stechen mit glühenden Speerspitzen, uvm. können ihn aufwecken. Als es den bereits verzweifelten Dienern schließlich doch gelingt, muss er zuerst einmal ganz viel Essen: Reis, lecker Hühnchen, Menschenblut und Berge von Pappaḍam verschwinden in seinem Bauch. Auch wenn er ahnt, dass es nicht gut sein kann, so willigt er am Ende doch ein seinen Bruder Rāvaṇa im Kampf zu unterstützen und stürzt sich, nach einem weiteren kleinen „Imbiss“, in die Schlacht. Unaufhaltsam zieht er seinen blutigen Weg durch die Reihen der verängstigten Affen, bis sich ihm König Rāma gegenüber stellt…

Wilde Kampfszenen und das schier unmögliche Aufwecken des riesigen Kumbhakarṇṇa mit seinem grenzenlosen Hunger prägen diese humorvolle Episode aus dem Rāmāyana Epos. Zwischen sieben verschiedenen Rhythmen und den unterschiedlichsten Charakteren wird ständig hin und her gewechselt. Dabei gibt es für den Künstler, wie immer bei Thuḷḷal Präsentationen, zahlreiche Gelegen-heiten direkt mit dem Publikum in Kontakt zu treten und es am Geschehen „teilhaben“ zu lassen.

 

Diese Geschichte wurde von Kunchan Nambiar im 18Jh. ursprünglich im Parayan Thuḷḷal Versmaß geschrieben und umfasst rund 565 Zeilen. In den 1991 begonnen, zahlreichen Begegnungen und Gesprächen mit Thuḷḷal-Künstlern, habe ich niemanden getroffen, der diesen Text jemals gelernt, aufgeführt oder auf einer Bühne gesehen hat. Das Konzept Nambiars, immer wieder Sozialkritik, Philosophie und vor allem Humor in seine Geschichten mit einfliessen zu lassen, habe ich natürlich beibehalten. Allerdings habe ich mich beim Schreiben der deutschen Nacherzählung für die Verwendung von den populäreren Rhythmen des Śῑtankan Thuḷḷal Stils entschieden. Am Anfang der Geschichte gebe ich noch ein paar Informationen aus dem Rāmayana Epos, der das Verhältnis der drei Brüder zueinander beschreibt und wie es zum „immer wiederkehrenden Schlaf“ (Nidrāvatvam) von Kumbhakarṇṇa kam.

Kumbhakarnna Vadham
Geschichte im Thullal-Stil zum Download
Kumbhakarnna Vadham - Info.pdf
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