| Gajendra Moksham
Aufführungssprache: Malayalam und Deutsch Die Geschichte Gajendra Moksham erzählt von einem König, der mit viel Hingabe Gott Vishnu verehrt. Zurückgezogen in tiefe Meditation, erweist er einem heiligen Mann nicht den notwendigen Respekt. Dieser verflucht ihn dafür. Fortan muß der König als riesiger Elefantenbulle im Wald umherrennen. Beim Spielen in einem kleinen See trifft er auf einen ebenfalls verfluchten Gandharva (ein Himmelswesen). Dieser hat die Form eines mächtigen Krokodils, greift ihn sofort an und beißt sich an einem seiner Beine fest. Nach langem und erbittertem Kampf versagt dem Elefanten schließlich die Kraft. In seiner Not erinnert er sich an die Gebete für Gott Vishnu, pflückt mit dem Rüssel eine Lotusblüte und verehrt diesen. Schließlich erscheint Vishnu und tötet das Krokodil. Beide werden von ihrem Fluch befreit und erhalten Moksham, die Erlösung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten. Diese Geschichte im Parayan-Thullal-Stil wurde von meinem Lehrer Divakaran Nair 1936 zum ersten Mal aufgeführt. Wegen der Unpopularität dieser Thullal-Form hat er sie jedoch nie an seine SchülerInnen weitergegeben. Durch meinen Auftritt am 5.5.1999 vor dem Shri Krishna-Tempel in Ambalapuzha, mit dem ich mein 4.Studienjahr in Kerala abschloß, wurde Gajendra Moksham nach mehreren Jahrzehnten wieder auf einer Bühne präsentiert. Mittlerweile habe ich eine 40minütige Nacherzählung in deutscher Sprache geschrieben, die ich seit Januar 2002 aufführe.
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