| Antaka Vadham
Aufführungssprache: Malayalam und Deutsch Die Geschichte Antaka Vadham aus dem Markandeya Purana beschreibt, wie der unglückliche, weil kinderlose Heilige Mrkandu Gott Vishnu um einen Sohn bittet. Dieser erfüllt ihm schließlich seinen Wunsch unter der Bedingung, dass der außergewöhnlich gelehrte Sohn im Alter von 16 Jahren sterben wird. Am 16. Geburtstag von Markandeya erscheint der Gott des Todes, um die versprochene Seele abzuholen. Der ahnungslose Sohn flieht in seiner Not in den nächsten Tempel und bittet Gott Shiva um seine Hilfe. Dieser ist maßlos erzürnt über die Bedrohung seines Devotees und tötet Antaka mit seinem Dreizack. Im zweiten Teil folgt, die kritische aber auch sehr humorvolle Betrachtung einer Gesellschaft, in der der Tod nicht existiert. Weder Mensch noch Tier können sterben. Es gibt keine festen Regeln. Not und Elend bestimmen den Alltag. Am Ende wird klar: Nur durch den Kreislauf von Geburt und Tod ist ein Leben auf der Erde möglich. Antaka Vadham wurde von Kunchan Nambiar im Sitankan-Thullal-Stil geschrieben und zählt zu den weniger populären Geschichten dieses Poeten aus dem 18. Jahrhundert. Mit meinem Auftritt am 19.2.2005 in dem bekannten Shiva Tempel in Ernakulam/Kerala, wurde dieser Text nach Jahren zum ersten Mal wieder auf einer indischen Bühne präsentiert. Durch meine Übertragung ins Deutsche, die ich seit August 2006 regelmäßig aufführe, wird diese Geschichte vor dem Vergessen bewahrt und erstmals auch den Menschen unseres Kulturkreises zugänglich gemacht.
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